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WFTGA-Iran: 2. Tag Hamedan


Bevor unser zweiter Tag startete,  bekam mein ökologischer Fußabdruck im Hotel erstmal einen Schock. Denn jedes einzelne Handtuch war in Folie eingepackt. Auf dem Weg zu unserer ersten Besichtigung in der Altstadt von Hamedan relativierte sich das aber wieder. In den Garagenshops wurde an Technik alles repariert, was irgendwie zu reparieren war. Alte Staubsauger ohne Räder, uralte Autos und jedes noch so kleine Zahnrad, Elektronik könnte erworben werden. Wiegt diese Recycle und Repair unsere westliche Wegwerfgesellschaft wieder auf?
Unser erster Besichtigungsstopp war das Grab der biblischen Königin Esther und Ihres Cousins Mordechai. Beeindruckend war der selbstverständliche Umgang und Respekt mit der jüdischen Tradition. Der Konflikt mit Israel ist weniger einer der Religionen, mehr einer mit dem Staat Israel und dem Zionismus v.a. der Siedlungspolitik. 

 

Weiter ging es auf den Tappe-Ye Hemataneh Hügel wo wir neben Ausgrabungen der früheren Siedlungsgeschichte in einem Museum mehr über die 3000 jährige Geschichte erfuhren. Beim Grabmal von Avicenna, dem iranischen Göthe, lauschten wir seinen Gedichten und entdeckten die spannende gemeinsame Medizingeschichte. 

 

Richtig kalt wurde es in den Bergen, wo uns ein kalter Wind ins Gesicht blies, als wir die Inschriften von Ganjnameh neben einem zugefrorenen Wasserfall entzifferten. Kein Zeit blieb für eine Fahrt mit der Gondelbahn zu den über 2000 m hohen Skigebieten in den verschneiten Gebirgen. 

 

Mit einem überwältigen Empfang wurden wir von den lokalen Funktionsträgern verabschiedet und wieder sehr reich beschenkt. Schon am ersten Tag haben wir bei jeder Station Geschenke und v.a. Friedensrosen überreicht bekommen. Vermutlich brauch ich für den Rückflug einen 2. Koffer 🙂 

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